Arbeitsplatz-Bilanz Billigbier

Im Rahmen der Diplomarbeit von Frau Katrin Oppitz an der Universität Augsburg "Verbesserung des regionalen Marketings nachhaltig wirtschaftender Unternehmen - am Beispiel der Neumarkter Lammsbräu" wurden neben den Auswirkungen der Bioeinkaufsentscheidungen der Verbraucher auch die Auswirkungen der "Geiz ist geil" - Welle auf die Brauereien als Arbeitgeber untersucht.

Zu diesem Zweck wurden Beschäftigten- und Produktivitätszahlen des Durchschnitts der bay. Brauereien mit dem größten Anbieter billigen Bieres in Deutschland, der Oettinger Brauerei, auf Grundlage veröffentlichter Angaben, verglichen.

Das Ergebnis zeigt, daß eine Herstellung der vom Hause Oettinger erzeugten Getränkemenge in mittelständischen Privatbrauereien einer Menge von zusätzlichen 4.700 Arbeitsplätzen bedeuten würde. Da das Haus Oettinger für etwa die Hälfte des in Deutschland billig vermarkteten Bieres steht, bedeutet dieser Boom billigen Bieres in den letzten 10 Jahren den Verlust von rund 9.400 Arbeitsplätze allein in den Brauereien. Das sind ¼ aller Arbeitsplätze.

Um deutlich zu machen, wie sich das beim Kauf eines Kasten Bieres für den Verbraucher ausdrückt, wurde der Personalkostenanteil einer Kiste Oettinger mit den Personalkosten einer Kiste Neumarkter Lammsbräu verglichen. Für die Kiste Oettinger wurden mangels Daten die Durchschnittswerte des Lohneinkommens der Brauwirtschaft zugrunde gelegt, für Lammsbräu wurden tatsächliche Daten verwendet.

Das Ergebnis: Beim Kauf einer Kiste Oettinger zahlt der Verbraucher € 0,66 an Arbeitskosten (= Arbeitsplätzen), während eine Kiste Lammsbräu € 4,09 an Personalkosten enthält.

Auszug aus der Diplomarbeit "Verbesserung des regionalen Marketings nachhaltig wirtschaftender Unternehmen - am Beispiel der Neumarkter Lammsbräu"



Valid CSS!