Arbeitsplatz-Bilanz Bioanbau
Im Rahmen der Diplomarbeit von Frau Katrin Oppitz an der Universität Augsburg "Verbesserung des regionalen Marketings nachhaltig wirtschaftender Unternehmen - am Beispiel der Neumarkter Lammsbräu" wurden die Auswirkungen des Einkaufs von Biobraugetreide und Biohopfen auf die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft untersucht. Dazu wurden die Arbeitsplatzeffekte der Neumarkter Lammsbräu mit einer konventionell wirtschaftenden und einkaufenden Brauerei gleicher Größe verglichen.
Das Ergebnis zeigt, daß die 100% biologisch wirtschaftende Neumarkter Lammsbräu für 19 Vollzeitarbeitsplätze in der Biolandwirtschaft steht, während ein Betrieb gleicher Größe mit dem Einkauf von konventionellem Getreide und Hopfen lediglich 4 Vollzeitarbeitsplätze sichert.
Die Gründe hierfür sind:
- Der deutlich geringere Ertrag pro Hektar und Arbeitskraft in der Biolandwirtschaft aufgrund der schonenden Landbewirtschaftung.
- Die fehlenden Monostrukturen mit geringeren Anbauflächen von Braugetreide allein aufgrund des häufigen Fruchtwechsels und der größeren Anbauvielfalt.
- Die größere Beschäftigungsintensität des ökologischen Landbaus an sich
Da die Biolandwirte von der Neumarkter Lammsbräu z.B. für das Getreide etwa den dreifachen Preis, den ihre konventionellen Kollegen erzielen, erhalten, wird der geringere Ertrag vollständig ausgeglichen. Von jeder 20er Kiste Lammsbräu geht über 1 Euro extra an die Vertragslandwirte die Lammsbräu beliefern.
Auszug aus der Diplomarbeit "Verbesserung des regionalen Marketings nachhaltig wirtschaftender Unternehmen - am Beispiel der Neumarkter Lammsbräu"